Mit den Arbeitsstellen Tetris spielen?

Achte auf deine Emails!

Die E-Mail-Adresse der Mitarbeiter:innen von Os­ram hat sich mit „ams-osram.com“ geändert. Ach­tung: nicht dass du bei der falschen alten Adresse guckst, und eine Gehaltserhöhung verpasst!

AVENTOS enteignen

Mit der Miete, die die Betriebsleitung für das Be­triebsgelände bezahlen muss, fühlt sich Ams nicht sehr wohl. Dr. Uwe R. hatte doch bei dem Verkauf vor 3 Monaten gesagt: „Mit AVENTOS haben wir den idealen Partner gefunden“. Was ist dann passiert?

Für wie viele Millionen wurde das Grundstück verkauft? 50? 100 Millionen? Und die Miete jetzt: kann Osram sie uns verraten?

Wenn es wirklich so skandalös ist, dann kann ruhig die Betriebsleitung eine Online-Petition starten ;-).

Ein unnötiger Umweg für die eine…

Mehrere ehemalige Ledvance Kolleg:innen wur­den nach ein paar Monaten Leiharbeit wieder übernommen.

Das ganze lässt nicht vergessen, was Osram mit Ledvance ausgeheckt hat. Wo sind alle anderen Kolleg:innen, die nicht heute das Glück haben, mit uns wieder normal zu arbeiten?

Mit den Arbeitsstellen Tetris spielen?

Infolge der Schließung der Öfen wird eine „zweistellige“ Zahl von Kolleg:innen eine Stelle anderswo im Betrieb kriegen.

Der Betrieb muss tatsächlich sein Stammpersonal „schützen“. Aber gegen wen eigentlich?

Wie sieht dieser März-Termin aus für die Leiharbeiter, die heute in den neuen Abteilungen sind? Werden sie wie schon immer die Anpassungsvariable?

Wann ist die nächste Betriebsversammlung?

Seit der Pandemie sind lauter Betriebsversammlun­gen ausgefallen oder wurden online organisiert… Die „Town hall meetings“, wo die Betriebsleitung alleine das Wort greifen darf, ersetzen die nicht.

Was sie „rationalisieren“ nennen

Bei Siemens Energy (Fertigung Verbrennungssysteme und Spezialgehäuse) gehen allein in Berlin 602 Arbeitsplätze von 738 verloren.

Während der Tarifrunde im März waren wir mobi­lisiert. Alle zusammen hätten wir durch Streiks und Demos eine Sicherung von allen Arbeitsplätze erzwingen können. Stattdessen hat die IG Metall eine Einigungsstelle akzeptiert, deren Ergebnis jetzt vor uns steht.

Streik im Gesundheitsbereichs: breit und stark!

Der Streik bei Charité, Vivantes und Tochterunter­nehmen ist in seiner dritten Woche. Überall haben wir mit Unterbesetzung zu kämpfen, aber in Ge­sundheitssektor, wo es um Schmerz, Tod und Leben geht, war die Situation nicht mehr zu ertra­gen. Auf der andere Seite muss während des Streiks die Notaufnahme weiter gesichert werden. Kompliziert, aber die Streikenden schaffen das!

Nicht nur die Krankenschwestern und Pfleger streiken, sondern auch die Leute von den Tochter­unternehmen wie zum Beispiel dem „Berliner Labor“. Die Kolleg:innen haben schon mehrmals zusammen demonstriert und sind entschlossen, sich nicht teilen zu lassen: alle streiken bis die An­gestellten der Mütterkonzerne einen Entlastungsta­rifvertrag bekommen, und die von den Tochterun­ternehmen den Tarifvertrag Öffentlicher Dienst (TVöD). „Ohne Labor keine Diagnose: ohne Diagnose keine OP!“

Gemeinsame Streikposten und Kundgebungen werden täglich organisiert.

Der Streik hat sich gelohnt!

Die kleine Gewerkschaft Der Lokführer (GDL) hat ihren Streik letzte Woche beendet. Die Streikenden haben ihre Rente gerettet und mehr Geld erreicht. Die Lohnerhöhung wird die Inflation nicht ausglei­chen (wieder eine „Nullrunde“ ;-() aber immerhin: das Ergebnis wird für alle Bahner:innen was bringen. Die Deutsche Bahn, die versucht hatte, die Mitglieder der beiden Gewerkschaften GDL und EVG gegeneinander zu spielen, hat am Ende schöne Streiks kassiert.

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