Die Nazis haben am 13. Februar in
Dresden eine Schlappe einstecken müssen.
Bis zu 15.000 linksradikale Demonstranten
haben verhindert, dass
5.000 Rechtsradikale demonstrieren
konnten. Mithilfe von Straßenblockaden
und Besetzungen von Gleisen wurde
den Rechten die Suppe versalzen, die
wie jedes Jahr vorhatten, die Bombardierung
von Dresden am 13. Februar
1945 für ihre neofaschistischen und
rassistischen Ideen zu missbrauchen.
Dass die Nazis nicht laufen konnten,
ist ein moralischer Sieg für uns alle.
Doch wir dürfen nicht vergessen, dass
die Nationalsozialisten damals – am
Ende der Weimarer Republik – deshalb
Zulauf bekamen, weil Arbeitslosigkeit,
soziale Not und Perspektivlosigkeit –
verursacht durch die kapitalistische Weltwirtschaftskrise – grassierten. Heute
erleben wir erneut eine Weltwirtschaftskrise,
deren Ende bislang nicht
abzusehen ist und die noch viel soziale
Not bringen wird. Und die Frage wird
sein, wohin sich die betroffenen Massen
politisch wenden werden. Wenn wir es
schaffen, eine kämpferische Alternative
aufzubauen, die sich gegen den Kapitalismus
– die Unternehmer und ihre
politischen Marionetten – wendet, dann
haben wir eine Chance, faschistischen
Schlägerbanden das Handwerk zu legen.
Eine solche Alternative kann nur revolutionär
sein. Denn nur wenn wir den
Kapitalismus abschaffen und einen Sozialismus
aufbauen, der die Bedürfnisse
der Menschen befriedigt, dann werden
wir mehr als einen moralischen
Sieg davon tragen!
