Die Flüchtlinge sind nicht das Problem!

Zwischen den Streiks

Es ist doch immer wieder eindrucksvoll, wie die CFM die
Motivation ihrer Beschäftigten erhöht. So wurde vor zwei
Jahren der Tarifvertrag im Sicherheitsgewerbe für allgemeinverbindlich
erklärt. Damit konnten die KollegInnen in
der blauen Montur auch zum 1.Januar 2016 mit etwas
mehr Geld rechnen. Doch der Teufel steckt im Detail, welches
die CFM natürlich herausgefunden hat. Die Löhne
sind gestaffelt nach Aufgabenprofilen. Und da ist es doch
ein Leichtes, dem einzelnen Kollegen einfach ein niedriger
bezahltes Aufgabenprofil zuzuweisen und schon hat dieser
am Ende des Monats statt mehr, weniger Geld auf
dem Konto. Auch wenn es nicht neu ist: Wenn die Bosse
nur so tun, als wenn sie uns bezahlen, tun wir nur so als
ob wir arbeiten.

Batsch-

Die Ohrfeige hat gesessen! Während wir 2011 mit der
Forderung nach 168 Euro mehr Lohn von der CFM mittels
Hells Angels – Sicherheitsdienst und anderer Lumpereien
bekämpft wurden, bieten die Herrschaften uns jetzt gerade
168 Euro als Prämie in der Logistik an. Diese sollen
Fahrer erhalten, die einen Monat durchgehend auf dem
Bock der großen Trucks sitzen. Statt einem erhöhten festen
und rechtssicheren Gehalt für Alle, will die CFM auch
weiterhin sich aussuchen, wem sie einen Krümel mehr
gibt. Natürlich nur mit Gegenleistung. Die Einsatzpläne in
der Logistik werden dafür sorgen, dass nur wenige Kollegen
in den Genuss dieser Prämie kommen werden. Darum
lohnt es sich auch nicht, sich um den Platz hinterm
Lenker der „Großen“ zu streiten und den Chefs die zweite
Wange für die nächste Ohrfeige hin zu halten. Sondern
diese Klatsche geben wir ihnen zurück. Gemeinsam!

Schwerkranke liegen nun vorm Krankenhaus

In jedem Betrieb gibt es Verluste zu verschiedenen Jahreszeiten,
vor allem in der Winterzeit: bei der Bahn sind es
die Züge, die ausfallen und bei der CFM KollegInnen mit
gebrochenen Gliedmaßen. Da in Mitte nicht früh genug
gestreut wurde, fielen viele KollegInnen auf dem Weg zur
Arbeit hin und manche haben sich sogar schwer verletzt.
Wer war für den Winterdienst vergangenes Jahr in Mitte
verantwortlich? Gibt es Firmen, die noch billiger sind als
die CFM? Angeblich hat Raguse auch schon jemanden
verklagt, aber sicherlich nicht die CFM selbst.

Big Brother Charité

Langsam kann man echt das Gefühl bekommen, dass auf
dem Gelände der Charité die Überwachung der KollegInnen
intensiver läuft als für manchen Patienten. Neben Detektiven,
welche im Auftrag der CFM ihr Spürnäschen eingesetzt
haben, gibt es eine immer noch zunehmende Videoüberwachung,
vor allem am CVK. Bisher soll diese nur
zur Sicherheit der KollegInnen dienen, aber es ist wahrscheinlich
nur eine Frage der Zeit, bis die Kameras die
Arbeit der Detektive übernehmen.

Autolobby gegen Grenzen! …ähhh Grenzwerte!

Dies sind wiedermal Zeiten in denen Mensch sich wünscht
entweder ne große Bank oder ein Autokonzern zu sein.
Für dieses Klientel ist die Welt soooo einfach. Jahrelang
die ganze Welt mit falschen Abgaswerten und Schummelsoftware
belogen und betrogen? Eeeegal! Die EU
kümmert sich prompt und passt die Grenzwerte insofern
an, dass es eigentlich gar keine Grenzwerte mehr gibt,
weil man sie nun eh bis ins lächerliche überschreiten darf.
Und da erzähl uns mal noch einer was von unabhängiger
Politik…

Einsamer flinker Mopp sucht …

Wir wollen nicht mehr allein, in aller Eile, durch die Ecken
flitzen. Teilen macht Spaß. Und deswegen würden wir
gerne die vielen zu reinigenden Flächen auf mehr KollegInnen
aufteilen… mit den läppischen acht neuen Stellenanzeigen
der CFM Reinigung lässt sich dieser Traum wohl
kaum verwirklichen. Umso wichtiger ist es, die Chefs mal
wieder auf den Boden der Tatsachen zu bringen und spüren
zu lassen, dass die Arbeit mit so wenigen KollegInnen
einfach nicht zu schaffen ist! Da bleibt der einsame flinke
Mopp wohl liegen…

Propaganda

Das erste Opfer jeden Krieges ist bekanntlich die Wahrheit.
Da ist man ja von deutschen Propagandakompanien
einiges gewöhnt. Was uns allerdings in der aktuellen Bundeswehrkampagne
zugemutet wird, ist nichts für schwache
Mägen. Neben einer Militärärztin steht auf dem Plakat
„Hier kämpfst Du für Deine Patienten, nicht für den Profit.“
Ist das ihr Ernst? Wofür sind denn deutsche Soldaten in
aller Welt im Einsatz, wenn nicht für den Profit? Ach ja, für
„Frieden“ und „Fortschritt“ – wie der nach westlichen Militäreinsätzen
aussieht, kann in Afghanistan, Irak oder Syrien
besichtigt werden. Widerlich…

„Mach nur einen Plan, sei ein großes Licht,

und mach dann noch nen zweiten Plan – gehen tun se
beide nicht…“ Richtig geraten – es geht um das Hochhaus
in Mitte. Klar kann man daran glauben, dass alles planmäßig
und gebrauchsfähig fertig wird. Glauben heißt ja
wohl: man weiß es nicht…

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