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Über einen Monat Streik – Rückblick auf die Berliner Krankenhausbewegung

Spätestens die Corona-Pandemie hat die unhaltbaren Zustände in den Krankenhäusern ins öffentliche Bewusstsein gebracht: Personalmangel, ständige Überbelastung, zu niedrige Löhne. Unter dem Namen „Berliner Krankenhausbewegung“ gab es einen noch nicht dagewesenen Zusammenschluss von den Beschäftigen der Krankenhäuser von Charité und Vivantes, die genau gegen diese Probleme angekämpft haben: Mehr Personal durch einen „Tarifvertrag Entlastung“ und höhere Löhne sowie bessere Arbeitsbedingungen durch Angleichung der outgesourceten Töchtergesellschaften von Vivantes an den Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes (TVÖD).
Die Geschäftsführungen von Charité und Vivantes erwiesen sich als stur, und es waren monatelange Mobilisierungen und ein langer gemeinsamer Streik not wendig, um die Forderungen teilweise durchzusetzen. Wir wollen zurückblicken auf diesen Klassenkampf der Krankenhausbeschäftigten, die im Vorfeld der Wahlen auch die Berliner Politik auf Trab gehalten haben, und diskutieren: Was wurde erreicht, welche Erfahrungen und Lehren hat diese Bewegung mit sich gebracht und vor allem – wie kann der Schwung genutzt werden, um weiter für deutliche Verbesserungen der Arbeitsbedingungen (nicht nur) im Gesundheitswesen zu sorgen
