Revolutionär Sozialistische Organisation

Streiken ist unser Recht!

Donnerstag 18. September 2014

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Zugfunke - 18. September 2014 als pdf

Wie aus Erfahrung zu erwarten...

läuft nach dem langem Hin und Her und den Warnstreiks jetzt die Propagandamaschine der DB richtig an: „Ein Arbeitskampf bringt doch keine Lösung... den Rest kennt ihr.

Dabei kommt uns das wirkungslose Gequatsche von Unternehmenskultur, Regiobarometer und anderen Prozessen schon zu den Ohren raus. Anstatt die Kohle in Meetings zu verbrennen, her damit!

Eine vom Warnstreik betroffene Reisende, die selbst erst vor kurzem im Einzelhandel gestreikt hatte, rief uns zu: „Haltet durch und lasst sie reden. Ihr müsst durchziehen bis sie nachgeben. Eine andere Sprache verstehen diese Unternehmer nicht. Das ist meine Erfahrung!“ Erstreckt sich das Kerngeschäft der DB jetzt auch bis zu Aldi und Co???

Maßnahmen zum Stressabbau

Wegen der geplanten Schließungen in Pasewalk, bei der S-Bahn usw. haben auch Aufsichten Grund sauer zu sein und die Arbeit niederzulegen. Weil die Gewerkschaftsoberen ihr eigenes Süppchen kochen, waren sie nicht zum Streik aufgerufen und mussten oft die Fahrgastpulke abfertigen.

Aber z. B. in Friedrichstraße gab‘s Besuch von Streikenden und DB Sicherheit. Ist ja auch logisch: Zeigen wir der Bahn, dass wir zusammengehören. Stopp dem Stellenabbau! Davon hätten wir alle was!

Einheitsgejammer

Ständig gibt´s Papierchen, in dem die DB Appelle an Solidarität und Einigung zwischen den Gewerkschaften richtet. Wer hätte gedacht, dass die sich soviel Sorgen um die Arbeitereinheitsfront machen.

Ausgerechnet die DB, die Bahnbereiche und Belegschaften zerschnippelt und zerstückelt, was das Zeug hält: individuelle Schichtpläne (Hallöchen Carmen!), Sub-Sub-Firmen (RSAG in Rostock, RHB bei Schenker)…

Wir haben die Lösung für die Sorgen im DB-Tower: Packen wir die Forderungen für alle Bahnbeschäftigten zusammen und streiken wir gemeinsam!

Die Bahn-Fee

Mehr als ein halbes Jahr ist nun bekannt, dass es in ein paar Tagen den Pausenraum in Schönefeld nicht mehr geben wird. Doch der auf dem Weg zum „besten Arbeitgeber“ strebende und Milliarden Euro Gewinn erwirtschaftende Konzern schafft es einfach nicht, eine Lösung zu finden. Die Sache wird einfach ausgesessen.

Wird nachgefragt, tun die verantwortlichen Führungskräfte so, als wenn sie auf ein Wunder warten. Sie denken sich aber bestimmt: Ooch, sollen sie sehen wo sie bleiben, die ollen Malocher auf den Zügen.

Verhaltensgestört

Ein RE von der Küste hat knapp eine halbe Stunde eingefahren. Als Begründung steht im RIS: „Kundenverhalten“. Liest man weiter, kommt raus, dass die Hütte völlig überfüllt ist. Erst ganz unten steht: Zwei Wagen fehlen!!! Ist es da noch ein Wunder, dass die Kunden, die auf die vollmundigen Versprechungen der Marketingabteilungen in den bunten Prospekten hereingefallenen sind, das Kloppen kriegen?

Dabei haben ganz andere Kloppe verdient... diejenigen, die uns den Mist einbrocken. Aber die gönnen sich an den Wochenenden ein wenig Entspannung auf ihren Wassergrundstücken. Den steifen Anzug abgestreift, lässig im Liegestuhl. Ach das Leben kann so schön sein...

Es geht um die Wurst

Das Werk Eberswalde soll geschlossen werden. Die Begründung: Die Verkehrsströme flössen plötzlich woanders lang. Das klingt, als wenn sich Wasser zufällig einen neuen Weg gesucht hätte. Wer allerdings weiß, dass die DB große Anteile am Stettiner Hafen hat, Mukran jetzt geschlossen und der Hafen Rostock auf Sparflammen runtergefahren wird, der wundert sich nicht, das DB Schenker Werkstattkapazitäten in Polen geschaffen hat.

Also kein Zufall. Denn die Konzernlenker wollen immer die dicksten Würste mit nach Hause nehmen.

Schluss mit verordneter Einsamkeit

Die S-Bahn hat ein Einsehen. Schluss mit der Heimlichtuerei, ganz offiziell darf man wieder im Führerstand mitfahren. Wir sagen „Danke!“, verneigen uns vor der Erkenntnis im Management, dass mehr Zweisamkeit das Risiko, Opfer von Gewalt zu werden, vermindert und stecken uns weisungsgemäß den Arbeitsauftrag ein. Ordnung muss sein…

Angeschmiert

Auf der vorherigen Betriebsversammlung hatte sich ein FDL über fehlende Seife in Zepernick beklagt. Ein Problem, dass sich werbewirksam schnell beseitigen lässt, dachte sich der oberste Personalchef, kaufte persönlich (!) ein Paket Seife und brachte es persönlich (!) nach Zepernick und brachte auch noch einen (persönlich?) gebackenen Kuchen mit… was einen besonders schmierigen Bericht auf der letzten Betriebsversammlung wert war. Und in Lichtenberg wurde ein ähnliches Problem auch gleich gelöst.

Wenn´s mal wieder um die Seife geht, dann läuft’s wie geschmiert. Wir sagen laut: Saubere Sache und „Danke!“


Marx
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