Revolutionär Sozialistische Organisation

Die G20 planten ihre Finanzwelt

Dienstag 14. April 2009

Am 1.und 2. April trafen sich in London die Staats- und Regierungschefs der „wichtigsten Industrie- und Schwellenländer“ zum G20-Gipfel. Glaubt man ihren Ankündigungen, dann ging es um die Rettung der Welt. Was befähigt diese Weltenlenker dazu? Man erzählt uns, sie vertreten schließlich mehr als 80% des weltweiten Bruttoinlandsproduktes sowie zwei Drittel der Weltbevölkerung.

Doch die Beratungen und Ergebnisse von London dienten gerade nicht den Interessen der Millionen Arbeitenden in ihren Ländern, die von Kurzarbeit und Werksschließungen betroffen oder bedroht sind. Neun Seiten Phrasen und markige Sprüche. Kleine Kostprobe: Die versammelten Staats- und Regierungschefs "stimmen darin überein, dass ein neuer globaler Konsens über grundlegende Werte und Prinzipien wünschenswert wäre, um nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu fördern". Angeblich habe der Gipfel "zusätzlichen 1,1 Billionen Dollar für die Stützung der Kreditmärkte, des Wachstums und der Arbeitsplätze" zugestimmt.

30 bis 52 Millionen zusätzliche Arbeitslose erwartet die UNO 2009 weltweit. Finden wir deren Interessen in den Dokumenten von London? Fehlanzeige. Die Weltbank errechnet, dass 2009 zu den bereits vorhandenen 1,5 Milliarden weitere 50 Millionen Menschen dazukommen, die von weniger als 2 Dollar am Tag vegetieren müssen. Das bedeutet auch, dass in diesem Jahr bis zu 400.000 mehr Kinder an Hunger und Krankheiten sterben werden. Wurden dazu „Rettungspakete“ beschlossen? Vergesst es - nicht systemrelevant.

Das Abschlussdokument verrät, wessen Interessen die Damen und Herren wirklich vertreten – die ihrer jeweiligen Konzerne und Großbanken, die uns mit ihrem Profitsystem dieses faule Krisenei ins Nest gelegt haben.


Marx
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