Revolutionär Sozialistische Organisation

Afghanistan: Im Namen des Friedens und der Sicherheit... Tod und Angst

Mittwoch 18. März 2009

Freundliche Köche der Bundeswehr verteilen Essen in Kindernothilfen. In Schulen und Jobcentern preisen Bundeswehroffiziere die guten Jobaussichten. Reservisten helfen bei Straßenfesten. Krieg? Tote? Nein! Eine schöne Soldatenwelt will man uns über die Medien vorgaukeln.

Doch die Realität ist eine andere: Zur Zeit sind 3.800 deutsche Soldaten als Teil einer riesigen westlichen Besatzungsarmee und weitere 12.000 Söldner (bezahlt aus dem Topf „Wiederaufbau“) in Afghanistan. Bislang starben 28 deutsche Soldaten und Polizisten.

Doch die größten Opfer trägt die verarmte afghanische Bevölkerung. Bei Bombardements werden sie getötet, bei Hausdurchsuchungen drangsaliert. Viele leben in ständiger Angst zu erfrieren oder zu verhungern, weil Hilfslieferungen ausbleiben. Tausende sind auf der Flucht. Mangels Alternativen halten Tausende afghanische Polizisten in den fast 100-prozentig tödlichen Jobs ihren Kopf hin. Eine korrupte Clique von im Westen aufgepäppelten Politikern und alteingesessenen Stammesfürsten, die in den Jahrzehnten ständiger Kriege ihren Reibach gemacht haben, regiert das Land. Zur Absicherung von deren Macht wird die Bundeswehr weitere 600 Soldaten schicken. Die Afghanen wissen schon lange, dass sie von den Besatzungstruppen und ihren Lakaien in Regierung und Wirtschaft keinen Frieden erwarten können.

In anderen Gegenden der Welt ist es nicht anders. Immer häufiger ist die Bundeswehr mit von der Partie, um die Bevölkerung unter dem Deckmantel „Frieden und Sicherheit“ zu drangsalieren. 31,2 Mrd. € stehen dafür 2009 bereit. Das sind 10% des Bundeshaushaltes. Aber nicht genug: mit 500 Mio. € aus dem Konjunkturpaket dürfen sich Militärs und Kriegsindustrie auf weiteren Geldsegen freuen.

Doch es liegt nicht im Interesse der Arbeitenden, andere Völker zu terrorisieren und auszuplündern. Hätten die Arbeitenden das Sagen, ließe sich mit den Milliarden Besseres anfangen: Arbeitsplätze, bessere Löhne, die besten Schulen für alle Kinder und mehr Hilfe für Familien.


Marx
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