Revolutionär Sozialistische Organisation

„Gelbwesten“ in Frankreich: Wenn Not zu Wut und Widerstand wird

Donnerstag 6. Dezember 2018

„Die Charité – Auf Leben und Tod“

Nein, das ist nicht der neue Kampfspruch für Pflegekräfte am Morgen, bevor es auf Arbeit geht, sondern der Name einer Charité-Dokumentation beim rbb.

Mal wieder Postkarten verschicken?

Vor ein paar Wochen hat die Charité die Kolleg_innen aufgerufen, sich ein paar nette Postkarten-Sprüche auszudenken. Leider wurden die des Vitamin C nicht gekürt, aber die eines anonymen Einsenders: „Lass‘ mich nicht alleine heute Nacht!“. Dies ziert nun Postkarten der Charité, um neue Kolleg_innen anzuwerben. Ist das ein schlechter Witz? Hat die Geschäftsleitung vergessen, wofür wir Pflegekräfte auf die Straße gegangen sind? Ob nun Absicht oder nicht, vielleicht schicken wir Frau Heepe demnächst ihre eigenen Postkarten, um auf die aktuelle Situation in den Nachtschichten hinzuweisen…

Es ist wieder soweit…

Am 13.12 wird es wieder ein Tarifberater_innen Treffen geben. Unter anderem soll über den Verhandlungstand sowie die Abschlüsse in anderen Krankenhäusern diskutiert werden, aber auch über die Frage, wie wir im nächsten Jahr Druck auf die Geschäftsführung aufbauen können. Da hätten wir einen Vorschlag: vernetzt euch bundesweit! Vivantes, die Uniklinika Düsseldorf und Essen, das Saarland – alle stehen im gleichen Kampf und den sollten wir endlich gemeinsam führen!

Schwangerschaft

Am 07.12.18 findet eine Informationsveranstaltung zum Universitären Herzzentrum Berlin an der Charité statt. Uns schwant da vor allem eines. Es wird schon wieder eine neue Tochter namens GmbH an der Charité das Licht der Welt erblicken. Wie fürsorglich die Mutter mit ihren Töchtern umgeht, wissen die Beschäftigten in den bereits bestehenden GmbH‘s nur allzu gut.

Gerüchte, Gerüchte

Derer gab es im Vorfeld der vergangenen Betriebsversammlung der CFM viele. Einige konnten dort aufgeklärt werden. Doch klar wurde auch, das Konzept des Verschiebens von Personal nach Gutsherrenmanier wird vom Management der Charité und der CFM weiter umgesetzt. Kolleg_innen werden in die CFM gestellt, andere kehren zur Charité zurück, wieder andere sollen outgesourct werden. Dieses Konzept stand nie im Interesse der Beschäftigten oder der Patient_innen. Im Sommer 2019 geht es in die nächste Runde im Kampf um die Bindung der CFM an den TVöD. Darauf gilt es, sich gut vorzubereiten, damit wir dann auch dem Management von Charité und CFM, welches an diesem Konzept festhält, zeigen können, wo es hingehört: Auf den Misthaufen.

Dorn im Auge

Das scheint der Sozialdienst bei der PD zu sein. In der ihr eigenen Art verhindert sie nicht nur eine ausreichende Besetzung des Sozialdienstes mit ausgebildeten Sozialarbeiter_innen, sondern versucht auch, den vorhandenen Kolleg_innen eine Weiterbeschäftigung an der Charité so sauer wie möglich zu machen. Dazu verhält sie sich ihnen und ihrer Arbeit gegenüber besonders respektlos und vergreift sich auch an deren Löhnen.

Stimmung

Viele Kolleg_innen der CPPZ beteiligten sich am mehrtägigen Streik. Laut und mit guter Stimmung. Dies übertrug sich auch auf andere Beschäftigte. So dass bei der Demonstration zum SPD-Landesparteitag einige Hundert Teilnehmer_innen aus Charité, deren Töchtern, Vivantes, den Taxibetrieben oder auch dem Technikmuseum sich solidarisch zeigten. Sie kennen die Situation aus eigenem Erleben. Darum forderten sie nicht nur die Einführung des TVöD für die Therapeut_innen, sondern auch die sofortige Rücküberführung der vielen Tochterunternehmen der landeseigenen Betriebe in die Mutterunternehmen. Auch weiterhin benötigen die Kolleg_innen unsere Solidarität und Unterstützung. Noch immer legte die CCPZ kein zufriedenstellendes Angebot vor, dies liegt auch an der starren Haltung des Managements in der Charité als Auftraggeber.

Wenn Du denkst, die Grenze des Schwachsinns

ist erreicht, Jens Spahn überschreitet sie ganz leicht… Denn was sollen wir sonst zu seinem letzten geistigen Erguss sagen? „Lieber eine schlecht bezahlte Arbeit als gar keine.“ Ach Jens, müssen wir dir wirklich noch mal den Kapitalismus erklären? Wer eine ordentliche Leistung will, der muss auch vernünftige Preise dafür bezahlen – Punkt. Aber der Herr Minister strebt ja jetzt nach Höherem. Auch wenn ihm die Berichterstatter derzeit geringere Chancen auf den CDU-Vorsitz als anderen einräumen – unterschätzen wir mal besser das Schlitzohr nicht. Schon wabern Gerüchte, er könnte einem der beiden anderen seine Unterstützung anbieten, um dann Generalsekretär zu werden. Wie auch immer, er ist offenbar wild entschlossen, am Ende Mutti zu beerben…

„Falsche Anreize und qualitativ inadäqat“

In den vergangenen Wochen äußerten sich verschiedene Fachleute aus der Intensivmedizin zu den ab 1.1.19 geltenden Pflegepersonaluntergrenzen des Herrn Minister Spahn. Die Damen und Herren sind Akademiker und äußerten sich also in wohlgesetzten Worten. Sie begrüßten erst einmal alle brav, dass überhaupt Untergrenzen benannt werden. Doch ab da kann ihre Einschätzung kurz übersetzt werden: „Das ist doch Gülle, Herr Spahn!“ Die derzeitige Besetzung auf deutschen Intensivstationen ist durchschnittlich besser als die im Gesetz geforderten – geradezu eine Einladung zur Senkung der Standards. Damit wäre – da sind sich die Experten einig – die erforderliche Qualität der Pflege nicht zu halten. Schwache Leistung, Herr Minister!

Frohe Feiertage!

Das Vitamin C wünscht allen Kolleg_innen der Charité, CFM, CPPZ und all den anderen ein paar frohe und besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. 2019 kann unser Jahr werden für Mindestbesetzung und die Wiedereingliederung aller Töchter! Mögen die Chefsessel zittern!



Marx
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