Revolutionär Sozialistische Organisation

Deine Mudda… wird unterversorgt!

Freitag 31. August 2018

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Der Zugfunke - 30. August 2018
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180-Punkte-Programm

Bei uns traut sich die Geschäftsführung nicht mehr, mit sowas zu posen. Aber sie haben bei den Fahrgästen versucht, ihre Fake News unterzubringen…. und sind abgeblitzt. Man weiß nicht, ob sie selbst noch an ihre „großartigen“ Ideen glauben oder allen Ernstes denken, andere würden dran glauben. Oder steckt da eine Art Verschwörung gegen uns Bahner dahinter, nach dem Motto: wenn es schiefgeht, kanns ja nur an den Bahnern gelegen haben?! Oder alles Planlosigkeit? Man weeeßet nich. Aber was wir wissen, ist, dass bei den Arbeitsbedingungen bei uns ganz echt die Daumenschrauben weiter angedreht werden. Das ist jedenfalls nicht planlos, sondern hat System.

10 Sekunden-Offensive

Unter den 180 Punkten des S-Bahn-Rettungsprogramms gibt es Sinnvolles: Neben Weichen instandsetzen… hui… die automatische Türöffnung an einigen Stationen! Wir müssen dafür zwar mehr Aufmerksamkeit aufbringen, aber dafür kommt nach ein paar Runden doch echt was an Ersparnis zusammen, vielleicht sogar mehr als eine ganze Minute. Wenn das der große Wurf ist, dann ist es ganz schön schlimm...

Urlaubsvorfreude jetzt noch länger

Dieses Jahr sollen wir noch früher bei der S-Bahn Urlaub beantragen. Die Geschäftsführung hatte urspünglich vor, unseren Urlaub nur noch in Schichten zu genehmigen. Das hat nicht geklappt, aber ist es jetzt gerecht? Wenigstens gerechter? Alle wünschen sich mehr Möglichkeiten für Urlaub, aber solange die Bahn die Hand auf der Personalplanung hat und Leute fehlen, kann es nicht wirklich gerecht sein. Dabei ist Urlaub doch das Schönste an der Arbeit!

Wie geht‘s dem Markt denn heute so?

Im Frühjahr hatte der Senat die „Markterkundung“ für die nächsten Teilnetze gestartet. Zum Ende des Sommers sollte es einen Bericht geben und die zweite Stufe gezündet werden. Und was macht die Erkundung so? Man hört, die Abenteurer in der Politik haben viel Streit, wer denn den Ton angeben darf (also welche der verschiedenen Optionen zur Aufspaltung der S-Bahn kommen soll und welche Unternehmen auf unsere Kosten auf dicke Gewinne hoffen dürfen).

Nur um eines sorgen sie sich bei all dem Hickhack nicht: um uns. Egal wer künftig die S-Bahn und die Werkstätten betreiben wird, wir müssen zusammenstehen und unsere Forderungen für unsere Arbeitsbedingungen klar machen!

Kein ruhiger Herbst

Tarifverhandlungen stehen an. Von den letzten Runden ist noch einiges offen, z.B. weniger Arbeitszeit, kürzere Schichten und mehr Lohn…

Was eigentlich nicht passieren kann

Letztens gab es ein technisches Problem mit der Schranke Buckower Chaussee. Wenn der Druck auf alle Beschäftigten hoch ist, den Zugbetrieb unbedingt schnell weiter zu führen, dann passieren Fehler… und die neue Technik hilft nicht immer.

Da hilft kein Betteln und Flehn

Erst flatterten die Briefe in unsere Briefkästen, wir sollten doch Bitte, Bitte die Pläne wechseln. Und weil das nicht gut funktionierte, schickte die Geschäftsführung Leute los, die uns belatschern sollen. Trotzdem sagt kaum einer „ja“, warum auch?

Vorsicht, Rechenkünstler

Bei Regio heißt das „Sofortprogramm“: fehlende Personale einfach wegrechnen. Auf dem Papier sieht dann der P-Bestand ganz „ausgeglichen“ aus. Dass die Rechnung nicht stimmt, ist allzu offensichtlich.

Ökologische Brandstifter

Ein extrem heißer Sommer hat zu Waldbränden in Brandenburg geführt, wie man sie lang nicht erleben musste. Alle Wissenschaftler sind sich einig, dass es der vom Mensch verursachte Klimawandel ist, der global zu einer Zunahme solcher Wetterextreme führt. Deshalb müsste schnell und entschieden gehandelt werden, zum Beispiel mit dem Kohleausstieg. Doch in der Regierungskommission sitzt die Kohleindustrie am Tisch und für deren Profite soll weiter Kohle gefördert werden. Während in Brandenburg versucht wird, brennende Wälder zu retten, wird in NRW Polizei eingesetzt, um den Hambacher Forst abzuholzen, damit der Braunkohletagebau weiterlaufen und den Klimawandel weiter befeuern kann. Kapitalismus verträgt sich eben nicht mit dem Schutz unserer (Um-)Welt!

Politische Brandstifter

Nach den rechtsradikalen Ausschreitungen und rassistischen Hetzjagden in Chemnitz reden alle Politiker_innen (außer der AfD, die das auch noch gut findet) von Betroffenheit und das so etwas nicht passieren dürfe. Dabei schaffen sie selber mit Diskussionen über "Obergrenzen" und Abschiebezentren genau die fremdenfeindliche Stimmung, die nun umschlägt in offen auf die Straße getragenen Rassismus.


Marx
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