Revolutionär Sozialistische Organisation

CDU/CSU und SPD – Hauptsache regieren!

Donnerstag 18. Januar 2018

Anderle, Anderle

Klug sind sie, die mexikanischen Kolleg_innen, die die Heepe angeworben hat. Denn 8 von den 30 sind schon von ihrem Plan, an der Charité zu arbeiten, abgesprungen (bevor sie überhaupt angefangen haben). Schade für uns, denn gerne hätten wir uns mit den Kolleg_innen ausgetauscht und gemeinsam für ein bedarfsgerechtes Gesundheitssystem in Mexico und in der BRD eingesetzt. Und schade für die Charité, denn die Heepe dürfte sich Reise und Zeit in Mexico ordentlich bezahlen lassen haben. Heepe jedoch berichtet in ihren Interview von nur einer Pflegekraft, die später zur Erkenntnis gekommen ist und zurück nach Mexiko ging. Aus den Augen, aus dem Sinn.

Lieber Nein sagen…

Das Angebot der CFM vom letzten Jahr steht immer noch im Raum: drei Jahre Laufzeit für 11€ (bzw. 11,50€). Für ca. 1600 Kolleg_innen ist dies zwar eine Lohnerhöhung (das muss man sich mal vorstellen!), doch wird dieser Tarifvertrag uns für ganze drei Jahre die Hände binden. Auch ohne TV werden diese 11€ wahrscheinlich früher oder später durchgesetzt werden (Müller hat‘s ins Spiel gebracht). Warum also jetzt die Hände in den Schoß legen, wenn das Konsortium uns Ende 2018 endlich verlässt, die Gestellten bald ihren Status verlieren (und potentielle Verbündete werden) und die Kämpfe an der Charité, bei der VSG und Vivantes weitergehen?

Wer keine Wahl hat, hat auch keine Qual

Am 06. März wird der oder die neue ärztliche Direktor_in an der Charité gewählt. Zur Wahl stehen – es wird sicherlich ein Kopf an Kopf Rennen geben – Ulrich Frei und niemand anderes. Das ist ja genauso spannend wie die Bundestagswahl…

Weihnachtsgruß der Geschäftsführung

Viele von euch haben sie wahrscheinlich gelesen und sich köstlich amüsiert oder geärgert. Wir gemeinsam haben etwas dazu zu sagen: Danke für nichts!

Eine Reaktion auf den Personalmangel

Ein Krankenhaus in Donauwörth macht Schlagzeilen: aufgrund von Personalmangel wurden Betten im Auftrag des Verwaltungsrates gesperrt! Und es kommt noch besser: der Verwaltungsrat will zukünftig die Zahl der Patient_ innen an der Zahl der Pflegekräfte orientieren. Hört, hört Frau Heepe und Herr Einhäupl.

Gröhes Nachfolge

Die Beste aller Pflegechefs mit Bachelorambitionen hat Verständnis für unseren Streik 2015. Aber 2017 fand sie ihn völlig unangebracht. Denn sie hätte doch für fast 300 zusätzliche Pflegekräfte gesorgt. Von Entlastung ist nichts zu spüren und nachzählen können wir nicht, denn die Bachelorette erfüllt den Tarifvertrag noch immer nicht. So wird u.a. das vereinbarte Reporting noch immer von ihr torpediert. Die Verhandlungsverpflichtung vom September 2017 zum Tarifvertrag Gesundheitsschutz führte offenbar bei ihr zu einem vorzeitigen Einsetzen des Winterschlafes. Aus dem sie nun kurzzeitig erwacht ist um der Zeitung „Die Schwester/Der Pfleger“ ein wirklich aufschlussreiches Interview zu geben. Bewirbt sie sich jetzt schon für die Nachfolge von Gröhe? Das Schönreden beherrscht sie jedenfalls schon bestens.

Ohne Menschen keine Erlöse

Die Bachelorette hat in derselben Postille für sich erkannt, dass es ohne Menschen keine Erlöse gäbe und mühevoll dem Vorstand beigebracht, dass er die Menschen nicht nur als Kostenfaktor ansehen soll. Sie will… die Menschen! Als Patient - für die Erlöse, als Beschäftigte - für die Erlöse, als Untergebene - für die Erlöse, als Centrums-Stations - oder was auch immer für Leitung - für die Erlöse, als Beauftragte für x und für y - für die Erlöse, als allerbeste Freundin - für die Erlöse! Sie liebt uns halt alle!

Aufgepasst!

Liebe Assistenzärzt_innen und Oberärzt_innen, es gibt einen Preis zu gewinnen. Ausgelobt vom Marburger Bund für Persönlichkeiten, „die sich in herausragender Weise für die Verbesserung von Arbeitsbedingungen von angestellten Mitarbeitern in Gesundheitsberufen“ einsetzen. Die beste Gelegenheit, sich für diesen Preis zu qualifizieren sehen wir in eurem solidarischen Verhalten gegenüber den Aktionen und Streiks der Pflegekräfte und anderer Berufsgruppen für mehr Personal. Wir würden auch gleich noch einen Preis dazu verleihen, nämlich den für wichtige Brückenbauer zur Überwindung der von den Chefs und der Politik künstlich geschaffenen Spaltungslinien zwischen uns Malochern in weiß oder blau. Na, wie wäre es?

Pflege Macht Krank

Und zwar die Beschäftigten. Der Krankenstand bei den Pflegenden in Berlin und Brandenburg liegt klar über dem Bundesdurchschnitt. Wer die Bedingungen in den hiesigen Kliniken kennt, der weiß warum. Und die sagen hoffentlich viel öfter: Pflege Macht Krank.

Endlich entdeckt!

Das war uns ja schon richtig peinlich, ehrlich. Unser Vorsteher Einhäupl und seine Direktöse Heepe erzählen landauf, landab, sie hätten 270 neue Charitéler_innen „implementiert“. Aber so sehr wir uns auch angestrengt haben, in den Schichten auf Station - einfach nicht zu entdecken, diese neu “Implementierten“. Doch jetzt wurden die ersten gesichtet! Bei der Neubesetzung der kaufmännischen Direktion im CC 1-4 wurden aus einem Direktor drei neue Direktorinnen. Juhu! Die anderen 267 Neuen entdecken wir jetzt bestimmt auch noch.

Auch ein schlechter Ruf verpflichtet

Jetzt lässt also die CFM gerichtlich prüfen, ob sie verpflichtet ist, Verlautbarungen des Betriebsrates im Intranet zu veröffentlichen. Aber Hallo, lieber „Sozialpartner“, wat sin mer heute wieder klassenkämpferisch drauf? Das klingt jedenfalls nicht gerade nach „Betriebsfrieden“ oder wie das im Betriebsverfassungsgesetz heißt.


Vitamin C vom 18.01.2018

Marx
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